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LONG STORY SHORT: LET`S HAVE A DRINK!

Allgemein| Views: 492

Das Rad dreht sich gefühlt immer schneller und alles ändert sich. 1995 hat Roger das Restaurant Yucatan übernommen. Vor fast 30 Jahren. Ein Teil der heutigen Crew war noch nicht einmal geboren! Was soll`s, wir werden nicht jünger. Und das ist ja auch gut so.

Änderungen.Veränderungen. Am Puls der Zeit. Das war und ist eine Stärke von Roger und seinem Team Sozusagen eine zuverlässige Konstante! Eine weitere grosse Fähigkeit: die Wahrnehmung der Gäste und ihrer Bedürfnisse. Trotz der aktuellen Flut an Achtsamkeitskursen schaffen es nur wenige, ein Gespür dafür zu entwickeln was das Gegenüber oder in unserem Fall der Gast eigentlich möchte. Die Beschäftigung mit sich selbst nimmt (teilweise) überhand. Ein Trend, der für eine Gesellschaft fatal enden könnte, aber wir wollen nicht zu dramatisch werden…

Jedenfalls hat sich betreffend Ausgehverhalten in den letzten knapp 3 Jahrzehnten einiges getan. Es wird nicht mehr geraucht, Verabredungen sind lose und können in letzter Minute abgesagt werden, da jede/r zuverlässig ein Handy dabei hat. Die Musik ist leiser und das Essen vegetarischer. Weniger Alkohol, mehr Selfies. Dates laufen via App. Für zufällige Treffen haben wir keine Zeit.

Das alles ist nicht wertend. Wir sehen jedoch, dass zwischen den legendären Osterhasen- oder Schneesturmparties und dem Heute, Welten liegen. Was genau läuft, wenn eine Horde 20jähriger unterwegs ist, wissen wir nicht. Die Gäste im YUCI sind schon darüber hinaus. Aber an den Wochenenden legen immer noch unterschiedliche DJs auf. Sie nehmen ab circa 22 Uhr den Mood, der mit Dessert oder Digestif beschäftigten Gäste auf und begleiten sie langsam in Richtung Bar.

Der Drink an der Bar ist anders als das Glas Wein zum Essen. Es kann ein Gin Tonic, Negroni oder Sour sein. Ein Getränk, das aufräumt. Den Weindusel aus dem Kopf vertreibt, den Magen ordnet und die Gedanken klärt. Nicht mehr endlos oder exzessiv. Qualität hat die Quantität überholt. Die Barkeeper machen nicht nur Longdrinks, sondern auch extraordinäre Cocktails und Mocktails. Ein Absacker ist wichtig! Hier werden Themen besprochen, die während des Abends noch keinen Platz gefunden haben. Secrets oder Erinnerungen geteilt.

An manchen Abenden bringt der DJ genau zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Sound und lässt aus dem scheuen, rhythmischen Knie beugen doch noch einen Sturm auf die imaginäre Tanzfläche los brechen. Keine Gassenhauer, keine Schlager- eher Oldies but Goldies. Genau an diesen Abenden pfeifen wir auf die angegebenen Schliesszeiten und machen einfach weiter- wie früher „from dusk till dawn“, allerdings mit ultra Hang-over. Trau dich trotzdem. Wage bei deinem nächsten Besuch den Schritt vom Tisch zur Bar oder quäl die doch noch vom Sofa am Samstagabend, obwohl es soooo gemütlich ist. Klar, du bist keine 20 mehr, aber du könntest doch noch was verpassen…

Cheers!

 

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